Cosmic Party – Ich durfte probenähen

Cosmic Party

©Johanna Fritz

 Es ist eine Premiere !

Ich war total erstaunt als Johanna von Johanna Fritz Design mich fragte ob ich Lust hätte aus ihrem ersten selbstdesignten Stoff ein Beispiel für sie zu nähen.
Also Achtung, dies ist ein Werbeposting !

Im Moment bin ich ja nicht gerade diejenige mit dem megagroßen Output.
Aber gut, wenn ich etwas nähe dann etwas mit Qualität (so, jetzt schalte ich den Eigenlobmodus aus).

Sie schickte mir ein Bild von den Stoffen.
Was soll ich sagen ? Es gab es kein Halten mehr !!!!
Also habe ich mich gerne bereit erklärt ihren Swafing-Stoff zu vernähen.
Schon lange bin ich ein absoluter Fan von Johannas Designs und Zeichnungen, schaut mal bei ihr auf der Seite oder bei Instagram !
So bekam ich kurze Zeit später ihren dunkelblauen Cosmic Party Stoff und einen hellblauen Kombistoff mit Planeten zugeschickt.

Hieraus entstand dann in Rekordzeit ein Raglanshirt für meinen kleinen Sohn, der sich wie Bolle über die tollen Motive auf dem Stoff gefreut hat. Denn wer braucht da noch ein Bilderbuch, wenn man so tolle Motive auf dem Shirt hat.
Ich liebe Raglanschnitte, weil man bei diesen Schnitten wunderbar zwei Stoffe miteinander kombinieren kann.  Als Passer habe ich dann noch gelben Bündchenstoff in meinen Vorräten gefunden und so konnte es losgehen.

Zuerst musste alles zugeschnitten werden:

Zuschneiden

Das ist ja wie ich finde immer das Schlimmste, dann kam die Kür.

Das vollendete Werk sieht dann so aus:

Fertiges Shirt
Der Stoff ist echt ein Träumchen ! Als ich es meinem Sohn zeigte gab es kein Halten mehr. Sofort wollte er es anziehen und auch nicht mehr ausziehen.

Das traf sich sehr gut, denn Johanna bat mich für Produktbeispiele um ein paar schöne Fotos. Die Sonne schien, also nix wie raus und Fotos machen.

Frontback

Es hat auf jeden Fall viel Spaß gemacht und ich stehe für weitere Aufträge zur Verfügung !

Ihr könnt Johannas Werke und wunderbaren Zeichnungen auch bei Instagram anschauen und bekommt dort auch alle News mit.

Veröffentlicht unter Nähen | Verschlagwortet mit , , , , , | 1 Kommentar

Pssssst ! Bald gibt es ganz tollen Stoff…..

….. den ich schon mal unter die Nadel nehmen durfte. Und nächste Woche darf ich euch dann auch mein Nähbeispiel mit diesen tollen Stoffen von Johanna Fritz zeigen !

Rocketman vor Cosmic Party

sneak preview

Also bis bald,

eure Sprotte!

Veröffentlicht unter Nähen | Verschlagwortet mit , | Hinterlasse einen Kommentar

Vegan ? Das könnte ich nicht !!! Das höre ich ständig, doch…..

….ist es wirklich so schwer sich vegan zu ernähren ?

Nein, ich finde nicht, dass es schwer ist.
Gut, es funktioniert nur wenn man sich mit Kopf und Herz dafür entschieden hat.
Sich also dafür entschieden hat keine tierischen Produkte mehr zu sich nehmen.
Ich werde sehr oft darauf angesprochen, eigentlich sogar immer wenn ich signalisiere dass ich mich vegan ernähre.
Meist erklärt mir mein Gegenüber recht schnell ungefragt, warum er/sie sich nicht vegan/vegetarisch ernährt. Für mich fühlt sich das dann oft an wie eine Rechtfertigungspflicht, der sich meine Gesprächspartner unterworfen fühlen, ein scheinbar automatisch schlechtes Gewissen weil die meisten eben doch wissen was konventionelle und leider oft auch Biofleischerzeugung (was für ein Wort) für die Tiere bedeutet. Und doch ist es nicht so, dass ich mich jetzt als besserer Mensch fühle, nur weil ich mich vegan ernähre. Ich sage immer, ich habe anscheinend einfach ein besseres Gewissen und in der Tat, wenn der nächste Fleisch-/ Ei-/ Milchskandal durch die Medienlandschaft wütet, bin ich doppelt froh dass ich das alles nicht mehr esse und trinke.
Klar, wenn dann mutmaßlich irgendwelche EHEC-Keime auf Salatgurken, Salat oder sonstigem Gemüse herumlungern, bin auch ich fällig. Aber ich bin niemand der andere zu einer veganen Ernährung erziehen will.

Wer meine früheren Blogbeiträge gelesen hat weiß, dass ich über die „Vegan for fit-Challenge“ auf die vegane Ernährung gekommen bin. Schon vor längerer Zeit merkte ich, dass sich beim Wiegen der Wert der Waagenanzeige kontinuierlich nach oben änderte und als ich schließlich ein für mich inakzeptables Gewicht erreichte spürte ich, dass ich nur mit einer Ernährungsumstellung und einer gesteigerten sportlichen Aktivität auf den für mich richtigen Weg komme.
Seitdem also ernähre ich mich vegan, bin damit glücklich und habe in der ganzen Zeit wohl nur zweimal „unvegan“ gegessen. Das dann auch eher unfreiwillig, nämlich plötzlich war Käse auf der bestellten Pizza. Ich habe also einfach mal probiert und bin zu dem Ergebnis gekommen, dass ich das nicht brauche. Nein, sogar nicht einmal mehr mag und dass es mir auch schwer im Magen liegt.

Ich konnte sehr schnell an allen früheren Verlockungen ohne Bedauern vorbeigehen.
Das AHA-Erlebnis hatte ich schon ganz am Anfang in der Vegan-for-fit-Challenge, ich berichtete bereits davon, als ich bei einem Bäcker vorbeilief und den Duft frisch gebackenener Waffeln erschnupperte. Da lief mir früher immer sofort das Wasser im Mund zusammen, aber überraschenderweise war das vorbei. Und so ging es auch weiter, keine Wurstbude, keine Jahrmarktstand mit Burgunderschinken etc. konnte mich hinter dem Ofen hervorlocken. Ich erkläre es mir so, dass ich anscheinend einfach so gut mit der veganen Ernährung klarkomme und deshalb keinen Mangel leide; dass ich da so leckere Sachen esse und so überhaupt kein Janker auf etwas unveganes aufkommt.
Auch wenn der Rest der Familie sich ein Baguette mit Schinken und überbacken mit Mozzarella macht und vor meinen Augen futtert – es kratzt mich gar nicht. Ich bin noch kein einziges Mal in der Zeit in Versuchung gekommen.

Veganer Croque, ganz ohne Käse und so lecker

Veganer Croque, ganz ohne Käse und so lecker

Dabei hatte ich mir das ja immer offen gelassen für die Zeit nach der Challenge, wieder vegetarisch zu essen. Sollte der Appetit auf Käse zurückkehren, oder gar auf andere Milchprodukte, ich würde sie wieder essen. Denn Käse habe ich früher so gerne gegessen, dass es mich wirklich wundert wie einfach ich heute so an der Käsetheke vorbeispazieren kann.

Vermutlich ist es so: Wenn mir jemand verbieten würde tierische Produkte zu essen, hätte ich sicherlich viel größere Probleme damit vegan zu bleiben. Da es aber meine eigene Entscheidung ist, ich also keine Produkte tierischen Ursprungs mehr essen MÖCHTE, fällt es mir auch nicht schwer das zu leben. Es ist für mich ganz normal.
Und das ist auch wirklich meine ganz ehrliche und reine Empfehlung. Wer mit dem Gedanken spielt seine Ernährung umzustellen und sich vegan zu ernähren, sollte es wirklich wollen. Ein halbherziges „Ich probiere es mal weil ich es muss“ wird meiner Meinung nach nicht funktionieren. Sehr schnell kommen die ersten Gelüste auf nichtvegane Nahrungsmittel und das war es dann. Wenn, dann solltet ihr euch einfach sagen dass ihr es jetzt mal probieren WOLLT !
Und wenn man, und das ist die Grundvoraussetzung, immer darauf achtet dass man seinen Körper mit allen wichtigen und notwendigen Vitaminen, Mineralstoffen, Protein, etc. versorgt, wird man sehr schnell merken wie gut diese Ernährung dem Körper tut.

Bauernfrühstück ohne Ei

Bauernfrühstück ohne Ei

Ende 2013 habe ich dann noch mit dem Laufen angefangen und mit Feuereifer auf den ersten Halbmarathon trainiert. Ich bin dann im September 2014 den Kiellauf mitgelaufen. Durch die vegane Ernährung und das umfangreiche Ausdauertraining habe ich gute 10 Kilo Gewicht verloren und schaffe es ohne Probleme, das Gewicht schon seit Monaten zu halten. Im intensiven Lauftraining hatte ich sogar eher schon das Problem, dass ich zuviel Gewicht verlor und mir wieder Gewicht anfuttern musste. Das ist mit vollwertiger veganer Ernährung aber gar nicht so einfach. Deshalb mache ich auch gerne mal etwas aus der süßen Ecke:

Haselnuss-Kastanien-Torte

Haselnuss-Kastanien-Torte

Vegane Beriner

Vegane Berliner

Einmal im Jahr gehe ich zum Arzt und lasse die wichtigsten Werte überprüfen. Einfach um sicherzugehen, dass ich meinen Körper mit allen wichtigen Nährstoffen versorge. Einzig und allein Vitamin B12 muss ich substituieren, also ergänzen, dafür gibt es vegane Nahrungsergänzungsmittel. Damit habe ich kein Problem, es geht mir gut damit.

Ich bin nun aber keine aggressive Verfechterin der veganen Ernährung. Jeder sollte es selbst wissen was für ihn das Beste ist. Dennoch, in meinem Umfeld schwenken gerade viele aus gesundheitlichen Gründen auf eine vegane Ernährung um, weil sie zum Beispiel Probleme mit ihren Blutwerten haben, Milch nicht vertragen und einen erhöhten Cholesterin- oder Purinwert haben oder einfach mit Übergewicht zu kämpfen haben und merken, dass eine Diät sie nicht weiterbringt. Auch alljenen wurde klar, dass nur eine bewusste Ernährungsumstellung, die auch auf Dauer durchgehalten wird, Abhilfe schaffen kann.

Und alle, mit denen ich mich bislang über das Thema unterhalten habe versuche ich mitzugeben, dass sie auf jeden Fall einfach mal versuchen sollten ihren Fleischkonsum deutlich zu reduzieren. Es reicht vielleicht doch auch, nur einmal in der Woche Fleisch zu essen wenn man nicht darauf verzichten kann und will. Man sollte dann nur darauf achten dass das Fleisch aus artgerechter Haltung und von einem biozertifizierten Betrieb kommt. Da man dann weiß, dass das Fleisch nicht mit Medikamenten oder Hormonen versetzt ist und die Tiere kein unnötiges Leid erleiden mussten, schmerzt es auch nicht so dass so ein Fleisch deutlich teuerer ist als das aus konventioneller Tierhaltung gewonnene Fleisch. Ich hoffe dann immer, dass ich einen Denkanstoss gegeben habe ohne zu sehr den erhobenen Zeigefinger gezeigt zu haben.

Noch ein positiver Aspekt ist mit der veganen Ernährung gekommen:
Wir bereiten nahezu alle Speisen frisch zu, kaufen keine Convenienceprodukte mehr. Das ist zwar deutlich zeitaufwendiger, aber es schmeckt so viel besser und wir genießen auch die Zubereitung der Speisen schon als das was sie ist,  gemeinsam verbrachte Zeit in der man zusammensitzt, sich unterhält und sich schon auf die leckere Mahlzeit freut.
Klar, dass geht auch nicht immer und so manches Mal erledigen ich oder mein Mann die Zubereitung einer Mahlzeit alleine. Die Handgriffe sitzen und so ist es dann doch schnell erledigt, auch wenn man noch Gemüse schneiden muss. Im Nu ist mit einer Dose Schältomaten, Zwiebeln, Knoblauch und Gewürzen ein wunderbares Tomatensugo entstanden, dass einfach herrlich zu Nudeln schmeckt. Da braucht man keine bunte Tüte voller Gewürze und Geschmacksverstärkern, zu der man als einzige Tätigkeit nur noch Wasser kippen muss.

Pad Thai

Pad Thai

Puh, nun ist mein Beitrag wieder sehr lang geworden. Ich hoffe trotzdem dass ich euch inspirieren und zum Nachdenken anregen konnte. Wenn ihr Fragen habt könnt ihr mich gerne kontaktieren.
Habt ihr bereits ganz ähnliche Erfahrungen gemacht ? Habt ihr euch zu einer Veränderung der Ernährungsgewohnheiten entschlossen ?

Eure Sprotte

Veröffentlicht unter Sprottis Küche, Vegan | Verschlagwortet mit , | 2 Kommentare

Winterzeit – Zeit für heißen Fliederbeersaft

Freue ich mich im Spätfrühling über die Blüten des Fliederbeerstrauchs, mache ich daraus doch zu gerne Sirup und nutze diesen dann über den Sommer für den allseits bekannten HUGO, oder genieße ihn einfach mit Wasser verdünnt, so bin ich im Winter heilfroh dass noch ein paar Blüten an den Sträuchern geblieben sind und zu Fliederbeeren wurden, aus denen man nun leckeren Fliederbeersaft gewinnen kann.

Zugegeben, ich habe lange keine Fliederbeeren mehr gepflückt und daraus Saft gemacht.
Nein, es gibt tollen Bio-Fliederbeeren(mutter)saft zu kaufen, den ich jetzt verwende.

Dann geht es auch ganz flott:

Man nehme Fliederbeeren-Muttersaft (südlich der Elbe wohl eher als Holundersaft bekannt).Muttersaft ist hochkonzentrierter Saft. Diesen verdünne man im Verhältnis 1:1 mit Wasser. Alle die sich erst einmal herantasten wollen, mischen lieber erst mal im Verhältnis 1:2.
Den gestreckten Saft erhitzt man dann in einem Topf, er muss aber nicht zum kochen gebracht werden.
Nun gibt es mehrere Varianten:

Variante 1:
Einfach nur nach Belieben Honig/Agavendicksaft /Rohrohrzucker hinzufügen. Der Saft ist ganz schön sauer, nach Belieben dosieren und möglichst heiß genießen.

Variante 2:
Anstatt des Wassers fügt man zu dem Muttersaft frisch gepressten Orangensaft, eine Zimtstange, 3-4 Nelken und nach Belieben Honig/Agavendicksaft/Rohrohrzucker.
Dies lässt man nun in einem Topf einmal kurz aufkochen, reduziert dann die Hitze und lässt den Saft nun, damit die Gewürze ihr Aroma entfalten können, ca. 15-20 Minuten bei kleiner Hitze ziehen.

Die Variante 2 kommt bei mir hauptsächlich zur Weihnachtszeit zum Einsatz, schmeckt sie doch wunderbar nach Weihnachtsmarkt.

Fliederbeersaft enthält viel Vitamin C. Wenn man den Saft trinkt, kann man sich das substituieren von Vitamin C sparen.

Probiert es einfach aus und denkt daran, der Muttersaft ist im Urzustand extrem sauer ! Also nicht mit dem Zucker geizen ;o)

Was sind denn eure Lieblingsgetränke in der Winterzeit?

Eine schöne Adventszeit wünscht euch

Sprotti

Veröffentlicht unter Sprottis Küche | Verschlagwortet mit , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Endlich wieder mal was Genähtes…..

Hallo Welt,

ich komme einfach nicht dazu zu bloggen! Es ist ja gar nicht so dass ich nun gar nix mehr nähe!
So ein paar Taschen zwischendurch, zum Fasching auf den letzten Drücker ein Kostüm und nun ein Kleid, dessen zugeschnittene Teile fast 2 Jahre darauf gewartet haben vernäht zu werden ! Endlich habe ich mich aufgerafft und es fertiggestellt.
Bevor Döchting nachher gar nicht mehr hineinpasst!

Schaut mal!

20140422-001932.jpg

20140422-001945.jpg

Es ist nach einem Schnittmuster von MiouMiou entstanden und es gefällt uns sehr ! Bald zeige ich euch auch die anderen genähten Sachen !

Eure Nähsprotte

Veröffentlicht unter Nähen | 1 Kommentar

Veganer Zwiebelkuchen

Auch nach Beendigung der Vegan for fit Challenge bin ich weiterhin vegan und fühle mich sehr gut damit.

Ich koche immer noch weitestgehend nach Rezepten.  Gestern jedoch habe ich, weil ich kein vernünftiges Rezept dafür fand, einen veganen Zwiebelkuchen freestyle gemacht.

Das war auch ganz easypeasy, denn der Teig ist ja sowieso vegan, Zwiebeln sind es auch. einzig die Ei-Sahne-Mischung und der Speck mussten ersetzt werden, eventuell noch der Käse mit dem das Ganze überbacken wird.
Wir haben aber beschlossen auf den Käseersatz zu verzichten, also nicht zu überbacken. So blieb es nun dabei mir zu überlegen wie ich die Sauce veganisiere.

Ich habe es ganz simpel gemacht und den richtigen Riecher gehabt. Die Sauce war klasse !

Das Rezept meines veganen Zwiebelkuchens:

Hefeteig nach diesem Rezept (hier aber mit  300g Weizenvollkornmehl und 300g Dinkelvollkornmehl)
300g Räuchertofu,
ca. 3-4 große Gemüsezwiebeln,
Reissahne (kleines Paket)
Seidentofu

Den Hefeteig zubereiten und ca. 30 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen.
Der Teig reicht für ein Blech.
Den Räuchertofu in kleine Würfeln schneiden und scharf anbraten bis er richtig knusprig ist.
Die Gemüsezwiebeln in Ringe schneiden und in etwas Öl anbraten bis sie glasig sind.
Den gegangenen Teig ausrollen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen.
Die Reissahne, sie ist schon sehr dickflüssig und sämig, in einen Behälter füllen und ungefähr die Hälfte des Seidentofus hinzufügen. Nun den Tofu mit einem Schneebesen unter die Sahne rühren bis sich eine homogene Masse gebildet hat.
Nach Geschmack mit Salz und Pfeffer würzen, ich überwürze die Sauce immer etwas, dafür würze ich die Zwiebeln gar nicht mehr.

Die Sauce gleichmäßig auf dem Teig verteilen, dann die Zwiebeln darüber verteilen. Nun den gebratenen Räuchertofu auf den Zwiebelkuchen streuen und diesen bei 180 Grad Umluft 30 Minuten backen.

Normalerweise habe ich den Zwiebelkuchen immer noch mit Käse überbacken. Da wir aber dem veganen Käse skeptisch gegenüber stehen haben wir uns wie schon geschrieben dazu entschlossen, darauf zu verzichten. Und ich muss sagen, er hat auch nicht gefehlt.
Die Sauce verhält sich beim Backen sehr käse-und eiähnlich, ich vermute sie könnte also auch gut als Käseersatz zum Überbacken genutzt werden.

Wir waren sehr zufrieden mit dem Ergebnis unseres ersten Freihand-Veganrezeptes. Man muss einfach ein wenig herumprobieren.
Er hat sehr gut geschmeckt und wurde von uns stilecht mit einem Glas Federweißer genossen.

Viel Spaß beim Nachbacken !
Habt ihr schon einmal Rezepte freestyle veganisiert und was für Erfahrungen habt ihr damit gemacht ?

Eure Sprotte

Veröffentlicht unter Sprottis Küche | Verschlagwortet mit , , , | 4 Kommentare

Vegan for Fit – Die Challengeauswertung

In den letzen 30 Tagen lief das Leben im Hause Sprotti deutlich anders ! Die Attila Hildmann Vegan for fit Challenge stand an und hat unsere Ernährung komplett umgekrempelt.
Doch bevor ich mit meinem Fazit starte, auf das einige meiner Instagram-Follower warten, beginne ich erst einmal kurz mit einem Bericht darüber wie ich überhaupt zur Challenge gekommen bin.

Ich bin durch Freundinnen auf das Buch Vegan for fit – Die Attila Hildmann 30-Tage Challenge aufmerksam geworden und habe es in einer Buchhandlung spontan zur Hand genommen. Von dem was ich da gelesen habe und der Aufmachung war ich so angetan, dass ich spontan beschloss die Challenge mitzumachen und nahm das Buch kurzentschlossen mit.

Dann galt es den richtigen Zeitpunkt zu finden, denn wir hatten noch einen Urlaub geplant und sollten noch Besuch von lieben Freunden bekommen, denen wir die vegane und noch zusätzlich verschärfte Ernährungsweise nicht antun wollten.
Als der richtige Zeitpunkt gefunden war, stellten wir eine Einkaufsliste zusammen, denn für die Challenge bedurfte es umfangreicher Einkäufe von Lebensmitteln, deren Existenz mit bis dato gar nicht bekannt war um einen Grundstock zu schaffen. So wusste ich nicht, dass es viele verschiedene Nussmuse gibt, geschweige denn was man damit alles machen kann.

Also brauchten wir alle unseren nichtveganen Restbestände auf und schufen Platz für die Challenge-Lebensmittel.

Strenge Challengeteilnehmer waren nur mein Mann und ich, doch unsere zwei Kinder mussten zu den gemeinsamen Abendmahlzeiten auch das vegane Essen zu sich nehmen, unveganes gab es bei uns in der Zeit gar nichts. Das eine Kind hat allerdings im Kindergarten eine omnivore Ernährung und auch das andere Kind hat mittags zumindest eine vegetarische Ernährung gehabt.

Besonders heftig erschien uns gar nicht so sehr der Verzicht auf Nahrungsmittel tierischen Ursprungs, viel extremer erschien es uns, auch auf unseren geliebten Caffé Latte oder zumindest Espresso verzichten zu müssen, keine Weißmehlprodukte mehr zu uns nehmen zu dürfen, weitestgehend alle kohlehydrathaltigen Lebensmittel meiden zu müssen, keinen raffinierten Zucker benutzen durften und (das fanden wir nicht sonderlich schlimm) auf Alkohol zu verzichten. Auch dass man nach 19 Uhr nichts mehr essen durfte war für uns eine enorme Umstellung.

Und es war auch so, in den ersten Tagen haben wir richtig gemerkt wie der Körper „Entzugs erscheinungen“ zeigte, am Morgen wurde ich gar nicht richtig wach und auch tagsüber gab es Phasen extremer Müdigkeit. Auch mit Kopfschmerzen hatte ich in der ersten Zeit ganz schön zu kämpfen. Am meisten machte mir aber die ganze Beschaffung der Lebensmittel und das ganze Vorbereiten der Speisen zu schaffen. Denn es ist so, dass alles ganz frisch und bio sein soll. Und schon zum Frühstück gibt es nicht mehr, wie bei uns sonst üblich, Toastbrot oder selbstgebackenes Brot mit vielen leckeren Marmeladen oder gar Nussnougatcreme.
Nein, es gibt viele verschiedene Frühstücksvariationen, die alle mehr oder weniger erhöhten Zusatzaufwand benötigen. Alles eine Frage der Routine, wie wir später merkten. Dann gibt es Mittags eine warme Mahlzeit (welches wir am Anfang teilweise sogar am Abend vorgekocht haben, damit mein Mann es mit zur Arbeit nehmen kann) und auch am Abend eine warme Mahlzeit. Auch hier gehörten wir in der Vergangenheit eher zur AbendBROT-Liga.
So kam ich mir anfangs teilweise vor wie ein Lemming, der tagtäglich zum Einkaufen in diverse Biomärkte wieselt, dann nach Hause flitzt um Essen zu machen, weil das eine Kind gleich aus der Schule kommt und Hunger mitbringt. Also wurden schnell mal zwei verschiedende Mahlzeiten zubereitet/aufgewärmt. Das Aufräumen und Abwaschen der gefühlten 100 Schalen und Schälchen zum Abwiegen und Abmessen von Zutaten, denn alles MUSS genau abgewogen und abgemessen werden, und Abwaschen der Töpfe und Pfannen nervt auch. Das Ganze geht dann für die Abendmahlzeit gleich wieder von Vorne los. Unsere Spülmaschine war im Dauerbetrieb !

Ich muss sagen, das hat mich in den ersten Tagen ganz schön fertig gemacht und zwar sogar so sehr, dass ich überlegt habe aufzuhören bevor die erste Woche geschafft war.
Zum Glück habe ich dann aber über Instagram entsprechenden Zuspruch und Ratschläge erhalten, die mich dann zum Glück doch am Ball bleiben ließen.

Und tatsächlich: Nach der ersten Woche wurde der neue Tagesablauf gewohnter, eine bessere Vorausplanung verschaffte mir etwas Luft und ich fühlte mich besser, mein Körper hatte sich an die Ernährungsumstellung gewöhnt und es ging mir merklich besser, ja sogar besser als vor der Challenge.

Ein weiterer Teil der Challenge ist es, viel Sport zu machen und sich viel zu bewegen. Auch das habe ich absolut beherzigt, ich habe alles zu Fuß oder mit dem Fahrrad erledigt und bin 3-4 Mal pro Woche zum Sport gegangen. Und es hat richtig Spaß gemacht !

Nach einer Woche konnte ich dann schon eine Gewichtsreduktion von 1kg feststellen. Insgesamt war es sicher etwas mehr Gewichtsreduktion als die Waage angezeigt hat, denn ich habe in der gleichen Zeit auch Muskulatur aufgebaut.
Das war dann auch wieder eine weitere Motivation.

An das neue Frühstück haben wir uns schnell gewöhnt, es ist sehr abwechslungsreich, schmeckt lecker und hält unheimlich lang vor. Wirklich erst zur Mittagszeit kommt etwas Hunger auf. Das ist beeindruckend. Das Mittagessen ist meist absolut ausreichend und auch wieder so sättigend, dass man wieder gut bis zum Abend hungerfrei weiterkommt. Bekommt man doch mal etwas Hunger gibt es diverse Snackvorschläge, wir haben uns aber auf Amaranthriegel eingeschossen, die superlecker sind und wo einer wieder ganz schön lange sättigt.

Zum Mittag gab es nun meist das am Vortag entsprechend in größerer Menge gekochte Abendessen. So entspannte sich die Kochlage deutlich.

Was die Rezepte angeht kann ich sagen, dass fast alle unheimlich gut schmeckende Gerichte ergeben. Einzig dass man ja auf kohlehydrathaltige Nahrungsmittel verzichtet, also auch auf Pasta, ist etwas komisch denn Spaghetti gibt es zwar, aber die Nudeln werden aus Zucchini gemacht, genauso wie die Lasagneplatten.
Das hat uns am Anfang auch noch sehr gut geschmeckt, allerdings haben wir im Laufe der 30 Tage dann doch gemerkt, das die Zucchini doch ganz schön oft in den Gerichten vertreten ist und irgendwann zum Ende der Challenge hin durfte ich mir anhören ich möge doch bitte mal was kochen wo KEINE ZUCCHINI drin ist.

Merke: –      Zucchini ist dann erst mal in nächster Zeit bei uns nicht mehr zu finden ! –

Aber es fehlten uns weder Fleisch, noch Milch oder Eier. Die Gerichte waren (oft durch Verwendung von Nussmusen) absolut vollwertig und rundum zufriedenstellend. Oft wird Tofu als „Fleischersatz“ verwendet, wobei ich der Überzeugung bin dass man die Gerichte unabhängig betrachten muss und nicht ständig mit bekannten Fleischgerichten verglichen werden sollte. Denn als Hackfleischersatz zum Beispiel bei einer Bolognesesauce funktioniert Tofu absolut perfekt, aber in anderen Bereichen schmeckt er einfach ganz anders, ist nicht mit Fleisch zu vergleichen, schmeckt aber sehr gut.

Einzig die angegebene Zeitplanung bei den Rezepten hat mir so einige Male die Zornesröte ins Gesicht steigen lassen. Steht doch bei den meisten Gerichten (allerdings meist auch nur für 2 Personen berechnet) eine Zeitangabe für die Zubereitung von ca. 30 Minuten. Wo ich dann aber (sicherlich zum Teil auch der Tatsache geschuldet, dass ich gleich für vier Personen koche) locker mal eine Stunde Dies und Das kleinschnibble, hacke und abwiege, ohne dass ich überhaupt schon was gekocht habe. O.K., meist ist die Vorbereitungszeit die längste Zeit, das Gericht ist dann schnell gekocht. Aber man sollte es einfach wissen, wenn man die Challenge nicht allein durchzieht, sondern zu zweit und auch noch Kinder mitessen, ist der Zeitaufwand deutlich höher.

UND ! Auch der finanzielle Aufwand ist, wenn man für eine ganze Familie vegan, bio und frisch einkauft deutlich erhöht. Allein die ganzen Nussmuse schlagen ganz schön ins Kontor, die ganzen hochwertigen Öle sind teuer, überhaupt sind die Zutaten, die man zum Teil nur im Reformhaus oder im Bioladen bekommt, deutlich teurer. Dafür aber ja auch einfach hochwertiger, gewissensentlastend weil fair gehandelt und umweltschonend angebaut. Man muss sich auf Dauer einfach überlegen was man möchte. Und schauen dass man alles, was es gibt eben bei d*m* kauft, auch andere Läden haben inzwischen eine beachtliche Bioauswahl. Man muss sich wirklich die Mühe machen und die Preise vergleichen.
Zu Beginn kommt man auch nicht um die Anschaffung einiger Gerätschaften herum, an erster Stelle zu nennen einen qualitativ hochwertigen Mixer, mit dem man auch heiße Nahrungsmittel zerkleinern kann.

Wir haben lange hin und her überlegt welchen Mixer wir uns anschaffen. Klar war, dass er auf jeden Fall Eis zerkleinern muss, denn dann kann man ihn auch challengekonform benutzen. Im Buch wird der Vitamix empfohlen, doch der ist preislich unserer Meinung wirklich jenseits von gut und böse und dann auch nicht wirklich ein Schmuckstück. So haben wir uns dann nach einem Tipp für den Philips HR2084/90 Standmixer 650 Watt entschieden. Wir sind mit dem Mixer, der ein unschlagbares Preis-Leistungs-Verhältnis hat, absolut zufrieden. Er hat uns gut durch die Challenge begleitet und wird uns auch weiterhin gute Dienste leisten.

Aber nun wieder weiter zum Challengefazit: Auch der Kaffee fehlt mir nicht mehr, es ist überhaupt so dass ich inzwischen so dermaßen auf diese Ernährung eingependelt bin, dass ich an allem einfach vorbeigehen kann ohne Appetit darauf zu bekommen. So begegnen mir auf der Straße immer wieder Leute die gerade genüsslich in Fastfood beißen – das kratzt mich nicht. Waffelgeruch, der mir sonst das Wasser im Mund zusammenlaufen lässt, er lässt mich absolut kalt. Eigentlich kann ich jetzt am Ende der Challenge sagen dass ich auf nichts Heißhunger habe, dass ich morgen nicht ganz dringend etwas essen muss, das mir in den letzten 30 Tagen „verboten“ war.
Das finde ich ist ein sehr gutes Zeichen. Ich kann sagen dass ich deutlich achtsamer geworden bin was Nahrungsmittel angeht, dass mein Horizont diesbezüglich deutlich erweitert wurde.

Ich habe in den 30 Tagen 4,7 Kilo abgenommen und fühle mich sehr, sehr gut. Ich bin in der Zeit nicht erkältet gewesen, obwohl mein Sohn sich im Kindergarten eine dicke Erkältung eingefangen hat und ich mir sowas normalerweise dann auch gleich anlache. Also wurde auch eindeutig mein Immunsystem gestärkt !
Ich schlafe deutlich besser, wache am Morgen absolut ausgeschlafen auf (bin normalerweise ein totaler Morgenmuffel) und freue mich schon auf das leckere Frühstück. Wunden heilen schneller. Die ganze Verdauung wird umgekrempelt und ändert sich durch die ganze pflanzliche Kost merklich. Zum Vorteil !!!

Meine Haut ist besser geworden, auch wenn sie vorher schon sehr gut geworden ist durch meinen Wechsel der Pflegeprodukte auf Hauschka.

Was wollen wir beibehalten ?

Wir werden auf jeden Fall weiter auf Zucker verzichten, wir benutzen Zuckerersatzstoffe wie Apfeldicksaft oder Reissirup und testen uns da einfach mal durch. Während der Challenge haben wir Agavendicksaft genutzt, allerdings ist dieser auf Dauer nicht empfehlenswert, da er sehr fructosehaltig ist.

Wir werden auch weiterhin auf Kuhmilch verzichten.

Ich werde mal antesten wie mir ein Caffe Latte mit Hafermilch schmeckt, ansonsten habe ich mich inzwischen sehr an grünen Tee zum Frühstück gewöhnt und kann mir gut vorstellen viel seltener Kaffee zu trinken.

Wir werden an mindestens drei Tagen der Woche vegan essen, die restlichen Tage zumindest vegetarisch essen, eventuell einen Tag in der Woche Fleisch essen (Ich erst mal nicht, ich habe einfach keinen Appetit darauf).

Außerdem werden wir auch weiterhin nach 19 Uhr nichts mehr essen, wenn es sich einrichten lässt wird vor 19 Uhr zu Abend gegessen.

Ich werde auch weiterhin 2-3 Liter am Tag trinken und zwar nur noch Wasser oder grünen Tee, ab und zu einen Smoothie als Leckerli. Und natürlich auch mal einen Espresso, oder einen Matcha Latte. Auch Naschkram wird bei mir nicht mehr so im Fokus stehen (stand es zwar vorher auch nicht, aber am Abend habe ich doch ganz gerne mal genascht)

Und ich erledige auch in Zukunft möglichst alles zu Fuß oder mit dem Fahrrad.

Selbst mein Mann, der dem Ganzen am Anfang skeptisch gegenüberstand ist von der Challenge begeistert und stolz, dass wir sie durchgehalten haben und was für ein tolles Ergebnis sie für uns gebracht hat. Er hat eine deutlich größere Gewichtsabnahme.

Ich wollte von Anfang an nicht so viel abnehmen und habe ja, obwohl ich in der letzten Woche keinen Sport mehr machen konnte, doch mehr abgenommen als geplant. Und ich habe wirklich immer gut gegessen und keinen Hunger gelitten.

Diese Challenge ist absolut empfehlenswert und ein jeder kann und sollte sich einen Ruck geben und es ausprobieren. Nach den 30 Tagen steht es ja jedem frei wieder nach eigenem Gusto zu essen oder sogar doch vegan zu bleiben. Es ist für jeden auf jeden Fall ein echter Gewinn an Erkenntnis dass der Körper auch ohne all die leeren Kohlehydrate klar kommt, dass der Hunger kein ständiger Begleiter sein muss, dass man sich bei allem was man so unterwegs mal essen möchte überlegen sollte, ob es sich wirklich lohnt.

Was den finanziellen und zeitlichen Aufwand angeht, es ist eine Investition in die Gesundheit !

In den nächsten Tagen werde ich auch ein paar Fotos einstellen und etwas zu den verschiedenen Gerichten schreiben.

Und ? Habt ihr die Challenge schon gemacht und wie sind eure Erfahrungen damit? Oder konnte ich euch dazu motivieren es auch mal auszuprobieren ?

Der Beitrag enthält affiliate links !

 

Veröffentlicht unter Sprottis Küche | Verschlagwortet mit , , , | 3 Kommentare

Indische Küche – In Farben, Gerüchen, Gewürzen schwelgen…….. Ein Genuss !

Da bin ich schon wieder ! Komischerweise seit ich meine Blogpause hochoffiziell verkündet habe, blogge ich wieder häufiger. Das sollte mir zu denken geben.

Kürzlich bin ich auf eine schöne Sache gestoßen, die mich wieder einen Post in der Pause schreiben lässt. Aber genäht wird wirklich erst wieder im August.

Und zwar kam von dem Blog Arthurs Tochter Kocht der Vorschlag, eine Woche im Juli lang Bücher (Jeden Tag ein Buch) zu rezensieren. Bücher rund um das Thema Genuss. Dem haben sich etliche Blogs angeschlossen, es werden also so einige Rezensionen zu lesen sein und wir bekommen so Anregungen für neues Lesefutter, die nicht nur das Thema Essen haben, sondern vielmehr sämtliche Themen rund um den Genuss beinhalten.

Auch ich habe mich entschlossen mitzumachen und werde ein Kochbuch, es verspricht mir hohen Genuss, rezensieren. Ich habe es zufällig gefunden im Supermarkt und nicht im Buchladen  und es hat mich so dermaßen angesprochen, dass ich sofort zugreifen musste. Für 9,99 Euro.

Das Kochbuch heißt ganz schlicht “ INDIEN – kulinarisch entdecken“, nicht mehr und nicht weniger ist es.

Ich liebe Kochbücher die nicht nur einfach Rezepte enthalten, sondern noch dazu viele Beschreibungen und Bilder. Gerade wenn es sich um Kochbücher der exotischen Küche handelt. Und besonders bei diesem Buch kann ich in den wunderbaren Fotografien über Land und Leute Indiens versinken. Die Mischung der Bilder macht es aus, so finden sich Bilder von Menschen, Tieren, Stillleben und, nicht zu vergessen, dermaßen appetitanregende Rezeptbilder, das ich am liebsten sofort mit dem Kochen und genießen beginnen möchte. Durch diese tollen Rezeptdarstellungen ist schon das Durchblättern des Buches ein Genuss und spricht an.

Das Buch wurde erstmals 2007 aufgelegt, damals broschiert. Es ist nun im Januar 2013 über den h.f.ullmann Verlag als gebundenes Buch erschienen und zum einen auf eine Weise strukturiert, wie man es von Kochbüchern kennt, also nach der Ausrichtung der Gerichte wie zum Beispiel Snacks, Fisch & Meeresfrüchte, Geflügel & Fleisch etc. , doch zum anderen findet sich noch der Teil Kulinarische Entdeckungen in Indien, in dem die einzelnen Abhandlungen über das Land aufgelistet sind.
Ich könnte alle Überschriften aufzählen, sie klingen alle so wunderbar, aber beispielhaft nehme ich einfach mal STRASSENSTÄNDE  Chaat – ein Spaziergang am Strand von Chowpatty und TEE Teeherstellung in den Gärten von Assam und Nilgiri. Titel, die meine Phantasie erneut anfachen und mich schon in Gedanken nach Indien begeben lassen.

Ein Buch, das sich auf jeden Fall lohnt wenn man gerne authentische leckere Rezepte einer exotischen Küche nachkochen möchte. Wer es nicht schon längst getan hat, muss nur bereit sein sich viele exotische Gewürze zuzulegen. Diese benötigt man zur Zubereitung der vielen tollen Rezepte. Aber eben genau das ist für mich das Schöne, ich kaufe nicht einfach fertige Gewürzmischungen und -pasten, sondern bekomme hier die Anleitung zur Zubereitung einer eigenen Mischung, die im Mörser frisch zubereitet oder frisch gemischt wird.

Ich habe es bisher leider erst geschafft zwei Rezepte nachzukochen und bin total begeistert. Es gab bei uns Fisch in Joghurtsauce, was sich zwar echt schnöde anhört, aber es durch die vielen Gewürze so richtig in sich hat. Dann habe ich einen Kartoffelsalat ausprobiert, denn ich war irgendwie erstaunt, dass es in Indien auch Kartoffelsalat gibt das war für mich bisher so urdeutsch. Also musste ich ausprobieren und wurde positiv überrascht durch die feine Säure der Tamarinde und die dezente Schärfe der Chili. Gibt es beides  auf jeden Fall wieder !
 Aber vorher muss ich mich noch durch all die anderen Rezepte kochen !

Wer von euch das Buch gerne selbst mal in Augenschein nehmen möchte, kann dies

hier,

es öffnet sich dann ein weiteres Fenster von Amazon. Dort könnt ihr einen Blick ins Buch werfen, allerdings ist es tausendmal schöner das Buch direkt in der Hand zu haben. Bei Kochbüchern brauche ich immer die Haptik, dieses Durchblättern von Hochglanzseiten mit tollen Fotos und das entsprechende Schwelgen…..

Aus den Augenwinkeln habe ich auch noch ein Buch aus der gleichen Reihe über die Küche Thailands gesehen, ich hoffe das wird auch neu aufgelegt. Denn da habe ich gezögert, ich nenne bereits ein paar Bücher mit Rezepten der Thai Cuisine mein und dann war´s weg !

Aber, fragt meinen Mann, Kochbücher kann Sprotti niiiieeeee genug haben 🙂

Bin dann mal indisch kochen……..

 

P.S.: Und falls euch meine Rezension gefällt, ich hätte da auch noch ein geniales Kochbuch der italienischen Küche!

In diesem Post ist ein affiliate Link enthalten

Veröffentlicht unter Sprottis Küche | Hinterlasse einen Kommentar

Holunderblütensirup

Und schon wieder ein Blogpost in meiner Pause, aber ich wurde erneut um ein Rezept gebeten. Also hüpf ich hier nochmal kurz rein.

Nachdem ich bei der lieben Regine (Blog allesausserwoehnlich) letzthin die restlichen Hollerblüten pflücken durfte und von ihr netterweise auch gleich ein Rezept für Holunderblütensirup bekommen habe, kam ich nicht mehr umhin nun auch endlich mal so leckeren Sirup zuzubereiten.

Hmmmm ist der lecker ! Es sind zwar nur zwei Liter geworden, aber für den Anfang reicht das auch völlig !

Ihr braucht dafür einen ganzen Schwung der Blütendolden,
(ich hatte eine halbvolle Aufbewahrungsbox vom Möbelschweden)
3 l Wasser
1 kg Zucker
6 Biozitronen
1 Päckchen Zitronensäure

Die Blüten vorsichtig auf Bewohner durchsuchen und diese entfernen
oder die Blüten vorsichtig ausklopfen und die dicken grünen Stiele entfernen.
Die Zitronen in Scheiben zerschneiden.
Nun das Wasser mit dem Zucker und den Zitronenscheiben aufkochen bis der Zucker aufgelöst ist, dann die Zitronensäure hinzufügen.

Den Topf vom Herd nehmen und soviele Blüten in die Flüssigkeit legen dass sie bis an die Oberfläche reichen (dann hat man auch gleich die ausreichende Menge Blüten)
Das war´s auch schon fast. Nun heißt es nur noch warten !

Den Topf an einen kühlen Ort stellen und den Blütensud 24 – 48 Stunden ziehen lassen. Immer mal wieder umrühren.
Im Anschluss die Blüten vom Sud trennen, idealerweise den Sud einmal durch ein Seihtuch seihen, so bekommt man eine schöne klare Flüssigkeit.

Diese aufkochen und von 3 auf 2 Liter reduzieren und in Flaschen abfüllen.

Da ich dieses Rezept ja auch zum ersten Mal ausprobiert habe, kann ich euch nicht sagen wie lange der Sirup haltbar ist. Das Rezept enthält wesentlich weniger Zucker als alle anderen Rezepte die ich so gesehen habe, das könnte natürlich die Haltbarkeit etwas beeinflussen.
Ich werde euch berichten, wobei ich vermute dass wir den Sirup schon vor Ablauf der Haltbarkeit verbraucht haben. Denn er schmeckt uns allen sehr gut und ist eben auch nicht so megasüß !

 

Veröffentlicht unter Sprottis Küche | Verschlagwortet mit , , | 1 Kommentar

Rezept – Superleckere Brötchen

In letzter Zeit bin ich unter die Dauerbäcker gegangen. Endlich habe ich es geschafft essbare Brötchen zu backen die sogar noch phantastisch schmecken.

Brötchen Mohn

Da ich bei Instagram ein paar Mal nach dem Rezept gefragt wurde unterbreche ich dafür kurz mal meine Blogpause und teile das Rezept und die Zubereitungsweise mit euch.

Ihr benötigt folgende Zutaten:

600g Mehl (kann man gut mischen zb. nehme ich im Moment immer 100 g Dinkelvollkorn, 100 g Weizenvollkorn und 400 g Weizenmehl)
1/2 Würfel frische Hefe
2-3 TL Salz
eine Prise Zucker
etwas Brotgewürz (ich nehme das von Brecht)
1 EL Olivenöl
300-350 ml laufwarmes Wasser (abhängig von der Mehlauswahl – Vollkornmehl braucht 350 ml Wasser, meine Mischung nur 300 ml)
Nach Belieben Blaumohn, Sonnenblumenkerne etc.
Zubereitung:

Die Hefe in eine größere Schüssel bröseln, das Salz hinzufügen. Nun die Schüssel ein wenig hin- und herschwenken. Dabei verflüssigt sich die Hefe komplett.
Ist das passiert fügt man die Prise Zucker, das Olivenöl und das lauwarme Wasser hinzu.
Nun diese Mischung zu dem abgewogenen Mehl geben und 5-6 Minuten lang zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Da bin ich dann immer froh dass meine tolle Küchenhilfe das übernimmt !

Es gibt nun zwei Optionen.

Man kann diesen Teig am Vorabend zubereiten und lässt den Teig dann über Nacht im Kühlschrank ganz in Ruhe gehen. Er nimmt dann das doppelte Volumen an.
Am Morgen entnimmt man den Teig aus der Schüssel und knetet ihn noch einmal sehr sehr kurz durch.

Da ab hier die Arbeitsschritte wieder übereinstimmen erkläre ich kurz die zweite Variante.
Hier lässt man den fertig gekneteten Teig im Backofen bei knapp 50 Grad ca. 1 Stunde gehen, auch hier verdoppelt der Teig sein Volumen.
Aus der Schüssel nehmen und kurz durchkneten.

Den Backofen bei Umluft auf 220 Grad aufheizen, bitte zum Aufheizen schon auf die unterste Schiene eine Auflaufform auf einem Backblech geben und mit aufheizen.

Nun teile ich den Teig in acht möglichst gleich große Teiglinge auf und forme daraus Brötchen. Diese legt man auf ein mit Backpapier belegtes Backblech und schneidet die Brötchen an der Oberseite mit einem Messer längs ein.

Brötchen Rohlinge
Damit die Brötchen beim Backen braun und knusprig werden bepinselt man sie nun mit Wasser. Man kann sie so eingepinselt nun auch nach Belieben die Brötchen in Mohn oder Sonnenblumenkernen etc. wälzen.
Die Brötchen müssen nicht nochmal gehen.
Bevor die Brötchen in den Backofen kommen bitte ca 300 -400 ml Wasser aufkochen und kochend bereithalten. Das Blech mit den Brötchen auf die mittlere Schiene in den Backofen geben und danach sofort das kochende Wasser in die Auflaufform im Backofen geben. (Bitte niemals einfach unten auf den Boden des Backofens geben oder einfach auf das Blech, die Beschichtung kann darunter leiden.)
Schnell die Backofentür schließen und die Brötchen ca. 13-15 Minuten backen, dabei immer wieder mal gucken, denn bei mir geraten die Brötchen leider nie genau gleich groß und die kleinsten Brötchen sind immer etwas früher fertig und werden bei der vollen Zeit zu dunkel. Ob die Brötchen gut sind bekommt man prima über den „Klopftest“ heraus, einfach mal auf den Boden des Brötchens klopfen, es muss schön hohl klingen, dann ist das Brötchen gut.

Die Brötchen nun aus dem Backofen nehmen und abkühlen lassen !

Lasst sie euch schmecken ! Die Brötchen sind optisch kaum noch von denen aus der Bäckerei zu unterscheiden, geschmacklich schlagen sie diese um Längen !

Herzlich bedanken möchte ich mich bei klassekleckse und seemownay ,  bei denen ich diese Variante des Brötchenbackens entdeckt und lieben gelernt habe !

Eure Sprotte

Brötchen

 

Edit:

Inzwischen habe ich aus dem gleichen Teig auch schon mehrmals ein Brot gebacken, das klappt genau so hervorragend ! Die Unterschiede zu den Brötchen – ich verwende für das Brot einen ganzen Würfel Hefe und außerdem, weil die Familie Mohnbrot so gerne mag kommt bei mir immer noch eine Handvoll Mohn in den Teig und nach dem Einpinseln mit Wasser auch auf den Brotrohling. Das Brot bleibt etwas länger im Backofen, ich gebe ihm 25 Minuten Zeit. Nach 10 Minuten Backzeit reduziere ich die Temperatur außerdem auf 200 Grad. Sehr lecker !

Veröffentlicht unter Sprottis Küche | 3 Kommentare